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Umgang mit Emotionen

Wenn man verstehen will, welche Folgen Diskriminierung für die Betroffenen hat, spielt Empathie eine wichtige Rolle. Sie ermöglicht den Jugendlichen einen Einblick in unterschiedliche Sichtweisen und fördert ihre Offenheit. Dabei ist Empathie keine Eigenschaft, die man hat oder nicht hat, sondern eine erlernbare Fähigkeit. Über Emotionen und ihre Rolle bei diesen Themen zu sprechen, ist allerdings nur möglich, wenn das Klassenzimmer ein sicherer, von Respekt und Vertrauen geprägter Raum ist.

Sicherer Raum

Wie schafft man eine Atmosphäre, in der sich die Jugendlichen sicher genug fühlen, um ihre Erfahrungen zu teilen, ihre Meinung zu äußern und respektvoll miteinander zu diskutieren?

Sehen Sie sich dieses Video an, in dem Lutz van Dijk beschreibt, was mit einem sicheren Raum gemeint ist. Lutz van Dijk ist Pädagoge und Buchautor. Er schrieb zahlreiche Bücher für eine junge Leserschaft, die sich mit sensiblen Themen beschäftigen.

Empathie

Wenn man Diskriminierung verstehen will, muss man zunächst die Auswirkungen auf die Betroffenen verstehen. Stories that Move ermöglicht den Jugendlichen, sich in die Lebenssituation anderer zu versetzen, die ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen teilen. Die Toolbox ermutigt sie dazu, ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen wiederum mit ihren Mitschüler*innen zu teilen. Empathie ermöglicht den Jugendlichen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und fördert ihre Offenheit. Empathie ist eine Fähigkeit, die gelernt werden kann.

Empathie beginnt mit der Anerkennung unserer eigenen Gefühle. Fordern Sie Ihre Schüler*innen auf, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um ihre eigenen Gefühle einer bestimmten Situation gegenüber wahrzunehmen. Anschließend können sie sich überlegen, wie sie diese am besten ausdrücken. Sie können sie in einem Wort zusammenfassen und aufschreiben, als Farbe oder in einem Lied ausdrücken oder sogar schauspielerisch darstellen. Sie sollten sich frei entscheiden können, ob sie ihr Gefühl mit anderen teilen möchten oder nicht. Mit zunehmender Übung werden die Jugendlichen immer sicherer werden. Und je besser sie ihre eigenen Gefühle erkennen können, umso besser können sie auch die der anderen nachvollziehen. Doch die Fähigkeit, empathisch zu sein, führt noch viel weiter: Empathie spornt uns an, uns für andere einzusetzen, aktiv zu werden.

Empathie ist die wichtige Fähigkeit, in die Schuhe von anderen zu schlüpfen, sich in sie hineinzuversetzen. Doch es ist genauso wichtig, wieder Distanz zu gewinnen und in die eigenen Schuhe zurück zu schlüpfen, um sich darüber klar zu werden, wie anders sich das anfühlt.

Die Sozialforscherin und Autorin Brené Brown beschreibt Empathie folgendermaßen:

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