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Rania Khan

Der nächste Schritt ist Veränderung

24 Jul 2017 - von Rania Khan

Rania Khan ist eine 14jährige Schülerin an der Internationalen Schule in Amsterdam (ISA).

Ich habe in zwei sehr unterschiedlichen Ländern gelebt. Ich bin in Bangladesch geboren und aufgewachsen, aber die Niederlande haben mich stark geprägt. Das Land hat mich gelehrt, an persönlichen Einsatz und Veränderung zu glauben.

Rania und ihre Mitschüler*innen testen die Module Aktiv werden gegen Diskriminierung und Medien kritisch nutzen.

Ich gehörte zu einer Gruppe von Schüler*innen der ISA, die kürzlich vom Anne Frank Haus eingeladen wurde, die Module Aktiv werden und Medien kritisch nutzen auszuprobieren. Das sind die Abschnitte vier und fünf der Stories that Move Toolbox. Zuvor hatte ich bereits in der Schule mit meiner Jahrgangsstufe den Teil zum Thema Identität getestet, da einige unserer Lehrkräfte an dessen Entwicklung mitgearbeitet haben. Dieses Mal wurden jedoch fünf von uns gebeten, gemeinsam mit zehn Mitgliedern der ISA-Gruppe von Amnesty International zum Anne Frank Haus zu gehen, um den Leuten dort ein Feedback aus Sicht der Jugendlichen zu geben.

Im Teil Aktiv werden sahen wir uns einen Kurzfilm mit Leuten an, die entweder einen Terror-Anschlag aus nächster Nähe miterlebt hatten oder alltägliche Diskriminierung erfuhren oder die versuchten, gegen solche Probleme aktiv zu werden. Wir wurden aufgefordert, über den Kontext und die langfristigen Entwicklungen nachzudenken, die diese Zustände begünstigen. Die Schüler*innen an der ISA kommen aus mehr als 40 Ländern. Diese Vielfalt sorgte für eine breite Palette an verschiedenen Ideen, die alle von den jeweiligen Lebenserfahrungen der Teilnehmenden geprägt waren.

Im Teil Medien kritisch nutzen sollten wir eine Liste verschiedener Medien erstellen. Wir sollten eintragen, wie viel Zeit wir mit dem jeweiligen Medium verbringen, wie viel Vertrauen wir dazu haben etc. So wurde uns deutlich, wie sehr unser Blick auf die Welt von unseren Gewohnheiten eingeschränkt wird. Wir beschäftigten uns mit der Befangenheit der Medien und besprachen, wie wichtig es ist, Tatsachen und Meinungen auseinanderzuhalten. Jeder einzelne Jugendliche war mit Eifer dabei und begierig darauf, unbewusste Vorurteile zu erkennen und etwas dagegen zu tun.

Die Erprobung von Stories that Move machte mir sehr deutlich, dass Jugendliche in meinem Alter absolut in der Lage dazu sind, auch anspruchsvollere Sachverhalte zu beurteilen und eine Auseinandersetzung darüber zu führen. Wenn wir den Anspruch an uns selbst stellen, genauer über etwas nachzudenken und effektiver zu handeln, dann könnten wir auf dem Weg zu dringend notwendigen Lösungen sein – vorausgesetzt, wir gehen vom Positiven aus und trauen den Jugendlichen zu, die komplizierten Kräfteverhältnisse zu verändern, die unsere Welt prägen.

Also ich finde so leicht zugängliche Tools wie Stories that Move wichtig. Ihr Ziel ist es, Jugendliche in ein lebenslanges Gespräch zu bringen, das mit der Frage „Was läuft falsch?“ beginnt und mit „Was kann ich dagegen tun?“ endet. Tatsächlich denke ich, dass die Welt solche Tools mehr denn je braucht.

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