Deutsch DE
Start
Home / Nichtformale Bildung
N. Tkachenko

Nichtformale Bildung

9 Apr 2018 - von Nataliia Tkachenko

Nataliia Tkachenko ist als P√§dagogin in der Internationalen Jugendbegegnungsst√§tte (IYMC) im polnischen OŇõwińôcim t√§tig, die auf die historische und politische Bildung mit Auschwitz als Gedenk- und Lernst√§tte spezialisiert ist.

Im Rahmen eines deutsch-polnisch-ukrainischen Sch√ľler*innenprojekts mit dem Titel: ‚ÄěAus der Geschichte lernen: Diskriminierung‚Äú nutzte sie einige der Tools von Stories that Move. Durchgef√ľhrt wurde das Projekt von der IYMC und dem unabh√§ngigen deutschen Verein St√§tte der Begegnung, der Menschen aller Altersgruppen eine nichtformale politische Bildung anbietet.

Lesen Sie hier mehr √ľber Nataliias Erfahrungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziel dieses multinationalen Projekts war es, die historische Bildung √ľber Auschwitz und die Verfolgung bestimmter Gruppen unter dem Naziregime mit der politischen Bildung √ľber Diskriminierung in der heutigen Gesellschaft zu verbinden. Die Projektgruppe bestand aus Studierenden der Fachbereiche Sprachwissenschaften, Geschichte, P√§dagogik und Soziologie.

Trotz der Tatsache, dass die Teilnehmer*innen zwischen 18 und 25 Jahre alt und damit etwas √§lter als die Zielgruppe von Stories that Move waren, erwiesen sich die Lernpfade als √§u√üerst hilfreich, um die komplexe Thematik anzugehen und lebhafte Diskussionen zu f√∂rdern. Durch eine leichte Abwandlung der Lernpfade konnten ausf√ľhrlichere Hintergrundinformationen zu den diskutierten Themen integriert werden.

  • Im Rahmen des Projekts nutzten wir die STM-Lernpfade Diskriminierung erfahren und Aktiv werden. Indem wir die Teilnehmenden die Mechanismen von Diskriminierung selbst deuten und darstellen lie√üen, waren sie in der Lage, ihr eigenes Verst√§ndnis dieser Mechanismen und der dazugeh√∂rigen Terminologie mit der Gruppe zu teilen. Die Diskussionen √ľber m√∂gliche antidiskriminatorische Aktivit√§ten waren besonders spannend.
  • Die Videoclips der jungen Menschen, die √ľber ihre Erfahrungen sprachen, fanden bei dieser Gruppe aus etwas √§lteren Teilnehmenden gr√∂√üeren Anklang als Texte oder Beispiele aus anderen Medien. Als Repr√§sentant*innen der Mehrheitsgesellschaft fiel es ihnen leichter, die Geschichten aus den Videos in ihren eigenen Lebensbereich zu √ľbertragen.
  • Die unterschiedlichen Backgrounds der STM-Sprecher*innen in den Videos waren in dieser multinationalen Gruppe von besonderer Bedeutung, denn sie stellen die Tatsache heraus, dass Diskriminierung kein Ph√§nomen ist, das ausschlie√ülich in weit entfernten, unterentwickelten Teilen der Welt ein Problem darstellt.

Neben den lebhaften Diskussionen pr√§sentierten die Teilnehmer*innen ihre Gedanken und √úberlegungen in Form von Postern, die auf unterschiedliche Formen von Diskriminierung in der modernen Welt aufmerksam machten. Sie lobten die Arbeit mit STM als eine interessante Herangehensweise an die Thematik und signalisierten, dass sie zuk√ľnftig im Rahmen ihrer p√§dagogischen T√§tigkeit darauf zur√ľckgreifen werden.

Zur√ľck nach oben