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Peer to Peer

15 Mai 2019 - von Caroline Golob

Die meisten von uns kennen die gewöhnliche Art des Unterrichtens: Erwachsene lehren, junge Menschen hören zu. Vor meinem freiwilligen Jahr im Anne Frank Haus in Amsterdam habe ich niemals an einer Präsentation oder einem Workshop teilgenommen, der von jemandem in meinem Alter geleitet wurde. Aber während meiner Zeit hier habe ich gesehen, dass es viel effektiver sein kann, von ebenbürtigen Lerner*innen unterrichtet zu werden. Schüler*innen hören teilweise deutlich aufmerksamer zu, sind interessierter und empfänglicher.

Hier teile ich einige Beispiele von jungen Menschen, die mit der Hilfe von Stories that Move interessante Gespräche mit ihren Mitschüler*innen und Eltern hatten.

Emir und Nejla aus Bosnien und Herzegowina und Magdalena und Marta aus Polen haben Stories that Move erstmals bei einer Konferenz des Anne Frank Youth Networks vergangenen Sommer kennengelernt und anschließend selbst einen Workshop mit ihren Mitschüler*innen am Mustafa Novalić Gymnasium in Gradačac und an der SALWATOR Privatschule in Krakau gemacht.

Emir und Nejla waren sehr beeindruckt, was für ein hohes Level an Bewusstsein ihre Mitschüler*innen für Diskriminierung in unserer Gesellschaft zeigten. „So schlimm es auch ist, dass Diskriminierung in unserer Gesellschaft zunimmt , es hat mich trotzdem gefreut zu sehen, dass jungen Menschen dies ebenfalls bewusst ist.“, sagte Emir. „Ich hoffe dass die Online-Toolbox Stories that Move ihnen zeigt, dass es Menschen gibt, die daran arbeiten dies zu bekämpfen.“

Ein Mitglied des Anne Frank Youth Networks präsentiert Stories that Move vor anderen Mitgliedern bei einer Konferenz in Berlin, Sommer 2018.

Magdalena und Marta haben mit Stories that Move darüber diskutiert  „Was getan werden kann, um Vorurteile, Diskriminierung und Intoleranz zu bekämpfen und wie man diese in alltäglichen Situationen erkennen kann. Beide waren sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

 

Ihre Klassenkamerad*innen stellten interessante Verbindungen zwischen geschichtlichen Ereignissen wie den Novemberpogromen von 1938und aktuellen Situationen her.Marta und Magdalena sagten: ”Wir müssen uns daran erinnern, dass auch zwölf -jährige Schüler*innen wichtige Dinge zu sagen und Gedanken zu teilen haben. Sie kennen die Welt deutlich besser, als wir denken. Darum ist es wirklich wichtig, jungen Menschen eine Stimme und eine Möglichkeit, ihre eignen Meinungen auszudrücken, zu geben. Nur so können wir später einmal verantwortliche, kritisch denkende Bürger*innen werden.

Für andere Beispiele von jungen Menschen, die Stories that Move präsentiert haben, lese über die SchülerInnen der International School of Amsterdam, welche mit Hilfe eines Workshops Eltern zum Nachdenken angeregt haben und über Jure, ein Mitglied des Anne Frank Youth Networks, der einen Workshop in einer Schule in Slowenien gehalten hat.

Willst du deine Erfahrungen ebenfalls teilen? Schreib uns an info@storiesthatmove.org!

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