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Was ist Diskriminierung?

Diskriminierung ist ein komplexer Begriff. Im rechtlichen Sinne sind diskriminierende Handlungen klar definiert und können strafrechtlich verfolgt werden. Im Alltag wird der Begriff jedoch breiter angewendet. Auch wenn nicht gegen das Gesetz verstoßen wird, können Menschen durch diskriminierendes Handeln verletzt werden. Die Schüler*innen kommen mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen von Diskriminierung in den Unterricht. Über die Online-Toolbox begegnen sie Menschen, die unterschiedliche Diskriminierungsformen erfahren haben.

Was ist also Diskriminierung und wo fängt sie an? Diskriminierung bezeichnet eine Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder Einzelpersonen anhand von bestimmten Merkmalen, die nichts mit der jeweiligen Situation zu tun haben. Dazu zählen beispielsweise Herkunft, Religion, Alter, sexuelle Orientierung oder Geschlecht.

„Ich bin nicht sicher, ob Vorurteile als Vorstufe von Diskriminierung gelten oder bereits als Diskriminierung selbst“, fragt sich Medine, eine der Jugendlichen, die auf Stories that Move ihre Erfahrungen teilen.

Vorurteile und Stereotype sind Vorstellungen in den Köpfen der Menschen, aber Diskriminierung geht noch einen Schritt weiter: sie drückt sich immer in einer Handlung aus. Die häufigste Form sind Beschimpfungen, die auf die Hautfarbe, das Herkunftsland oder die sexuelle Orientierung abzielen. Es handelt sich auch um Diskriminierung, wenn Ihnen wegen Ihrer Hautfarbe der Zutritt zu einer Bar verweigert wird oder Ihre Bewerbung aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung abgelehnt wird. Für eine ungerechte und unrechtmäßige Ungleichbehandlung gibt es unzählige Beispiele.

Diskriminierung kann sowohl auf persönlicher als auch auf institutioneller Ebene stattfinden. Eine persönliche Diskriminierung geht in der Regel auf das Verhalten einer Einzelperson oder einer bestimmten Gruppe zurück, vielleicht in einem Unternehmen oder einer Schule. Mit institutioneller Diskriminierung ist eine ungerechte oder ungleiche Behandlung gemeint, die in eine soziale Struktur eingebettet ist.

Sie müssen keiner Minderheit angehören, um diskriminiert zu werden. Auch als Mitglied der Mehrheitsgesellschaft können Sie aufgrund Ihrer Herkunft oder sexuellen Orientierung, Ihres Alters, Ihrer Religion oder Ihres Geschlechts beschimpft werden. Somit kann Diskriminierung also alle treffen.

Durch die Beschäftigung mit Diskriminierung kann man besser verstehen, welche Auswirkungen diese auf das Leben der Betroffenen haben kann. Dabei ist Empathie wichtig. Aber es geht auch darum, die gesellschaftlichen und gesetzlichen Normen zu verstehen: Jemanden zu diskriminieren ist gegen das Gesetz.

Wenn Ihre Schüler*innen von Diskriminierung betroffen sind, ist es wichtig für sie zu wissen, wo sie Hilfe bekommen oder einen Vorfall melden können.

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