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Die Arbeit in Zweiergruppen oder größeren Gruppen

In den Modulen werden die Schüler*innen zunächst allein, dann in Zweiergruppen und schließlich in Kleingruppen arbeiten. Dabei kommt häufig die Denkroutine think-pair-share zum Einsatz. Zunächst denken sie über eine Frage nach und formulieren eine individuelle Antwort darauf. Das anschließende Arbeiten in einer Zweiergruppe ermöglicht allen, sich über ihre jeweiligen Ergebnisse auszutauschen. In einem dritten Schritt kann es sinnvoll sein, zwei Zweiergruppen zu einer Kleingruppe zusammenzufassen. Durch die Gruppenarbeit lernen die Schüler*innen andere Perspektiven kennen und akzeptieren. In der Regel beteiligen sie sich in einer Kleingruppe auch aktiver am Geschehen, da sie sich so wohler fühlen als wenn sie vor der ganzen Klasse sprechen müssten.

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, eine Gruppe zu formieren. Die richtige Methode hängt davon ab, welche Art Gruppe zur jeweiligen Aufgabenstellung passt. Sollen sich die Gruppen selbst zusammenfinden oder möchten Sie die Gruppen einteilen? Wenn ja, sollen die Gruppen bezüglich der vertretenen Fähigkeiten, Persönlichkeiten (introvertiert/extrovertiert) oder Hintergründe (Herkunft, Religion, Staatsangehörigkeit) divers sein? Oder lieber so homogen wie möglich? Eine einfache Möglichkeit, die Klasse nach dem Zufallsprinzip zu teilen, ist das Abzählen (1-2-3, 1-2-3; Äpfel-Birnen-Bananen etc.). Doch Sie können die Einteilung auch vorher planen.

Machen Sie sich dafür das Ziel der Gruppenarbeit noch einmal klar. Achten Sie bei der Einteilung insbesondere darauf, wie sich diese auf die Schüler*innen und deren Möglichkeit, von der Gruppenarbeit profitieren zu können, auswirken wird. Eine Konstellation, in der eine Person alles übernimmt, während sich die anderen zurücklehnen, wird für zukünftige Gruppenaktivitäten nicht sehr förderlich sein. Wenn dagegen jedes Gruppenmitglied eine bestimmte Rolle zugewiesen bekommt, kann dies motivierend wirken: Protokollant*in, Zeitnehmer*in, Berichterstatter*in, Zusammenfasser*in, Überarbeiter*in oder Fragesteller*in. Indem die Schüler*innen unterschiedliche Rollen einnehmen, können sie mit der Zeit ein beeindruckendes Repertoire an Fähigkeiten entwickeln.

Legen Sie für die Präsentationen der Arbeitsergebnisse vor der Klasse genaue Zeitvorgaben fest. Anstatt von jeder Gruppe eine Zusammenfassung zu hören, kann es anregender sein, wenn nur von einem Thema berichtet wird – und zwar von dem, das in der jeweiligen Gruppe die interessanteste Diskussion auslöste.

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